Sharon Brauner & Harry Ermer
Jiddish-Soulfood`
Freitag 19.09.2025 19.30 Uhr in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik am Sandberg 3a in Neustrelitz
Sharon Brauner singt Lieder in Jiddisch und von jüdischen Komponisten - Jiddish-Soulfood.
Von Tango bis Jazz - von Damals bis Jetzt. Begleitet wird sie von ihrem Pianisten Harry Ermer.
Die Berlinerin arbeitet seit ihrer Kindheit als Sängerin und Schauspielerin. Als Kind zweier Holocaust Überlebender hat sie sich schon früh mit der leiser werdenden jiddischen Kultur und der dazugehörenden Jiddishkeit beschäftigt. Vor allem mit der Musik, die sich auch in bekannten Nicht-Jiddischen Liedern jüdischer Komponisten finden lässt. Musik jener Komponisten und Texter die längst assimiliert in der Moderne angekommen waren und die Kultur „ihres“ Landes mitprägten. Ob in der Heimat oder im Exil - überall finden sich Spuren jüdischer Seelen, die ihre Sehnsucht durch ihre Kunst auszudrücken vermochten und die Welt damit bereicherten. Das gesamte 20. Jahrhundert wäre ohne den Einfluss jüdischer Kreativer nur schwer vorstellbar. Aus dem riesigen musikalischen Fundus des 20. Jahrhunderts bedient sich Sharon Brauner mit ihrem Pianisten Harry Ermer und gestalten einen Abend vom Polnischen “Stetl“ nach Berlin und Wien, von Moskau nach Tel Aviv, von Miami nach Hollywood und vom Broadway nach Buenos Aires.
Sharon Brauner wandelt seit Jahren auf Pfaden vergangener Epochen und verschwundener Welten auf der Suche nach den Sehnsüchten die noch immer gegenwärtig sind. Dabei hinterlässt sie längst selbst ein paar Fußspuren auf der Brücke der Erinnerungen in die Zukunft.
Ihr Musik-Programm ist eine überschäumende Hommage an die jiddische Populärmusik und gleichzeitig eine musikalische Reise durch die Biographie der Künstlerin Sharon Brauner, die uns alle mitnimmt, eine ganz neue, eigene Facette jüdischer Kultur zu entdecken.
Never-Heard-Before-Songs, jüdische Evergreens und eigene Chansons präsentiert sie mit Humor und ungebremster Lebensfreude. Ihre samtklare Stimme und ihr Charisma berührt den Zuhörer und hinterlässt ein beseeltes Publikum.
Sharon Brauner ist in Westberlin geboren. Seit ihrer frühen Kindheit steht sie auf der Bühne und vor Filmkameras. Nach einer Schauspielausbildung und ersten Auftritten als Jazzsängerin in New York veröffentlichte sie bisher fünf Musik-Alben mit eigenen deutschen Liedern und jiddischen Evergreens. Sie mixt die verschiedenen Genres wie Jazz, Klassik, Chanson und Klezmer zu einem ganz eigenen Stil und wurde von den Kritikern und dem Publikum dafür gefeiert, was ihr 2018 den `Walter von der Vogelweide‘ Preis bescherte. Ihre CD „Lounge Jewels“ wurde von der Presse als ‚Meisterwerk‘ bezeichnet und landete auf Platz 2 der Amazon Charts. Sie arbeitete mit Musikern wie Daniel Hope, Till Brönner, dem Casal-Quartett, den Klezmatics, Giora Feidman und Karsten Troyke zusammen.
Ihre Auftritte führten Sie auf die verschiedensten Bühnen quer durch die Welt. Ihr Kurzfilm »Leben und Leben lassen« (Regiedebüt 2002) zu den Themen Berlin, Vorurteile und Antisemitismus wird regelmäßig von verschiedenen Organisationen zu Lehrzwecken gezeigt. In mehr als 60 Fernseh- und Kinofilmen spielte sie mit, zuletzt 2019 in dem preisgekrönten Film »Das letzte Mahl« und 2024 in der »Die Traumnovelle«, beide von Florian Frerichs. In der Operette »Frau Luna« im Tipi am Kanzleramt konnte man die Berlinerin von 2016-2019 und ab 2026 kann man sie wieder als Marie erleben. 2020 kreierte sie die Show ‚Berlin, Du coole Sau!‘, die im Tipi am Kanzleramt 2021 Premiere feierte und bis heute regelmäßig läuft.