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Filmreihe: "Stummfilm mit Live-Musikbegleitung"

DR. MABUSE, DER SPIELER Teil 1: Der große Spieler - ein Bild der Zeit

Regie: Fritz Lang, Live Musik: Alexander Kraut

D 1921/22, s/w, 127 Min.
Darsteller: Rudolf Klein-Rogge, Alfred Abel, Bernhard Goetzke, Aud Egede Nissen, Gertrude Welcker

Fabrik Kino 1

      "Stummfilm mit Live-Musikbegleitung"

      "Der Psychoanalytiker Dr. Mabuse betreibt in den 20er Jahren unter Einsatz hypnotischer Fähigkeiten die Vergrößerung seines Reichtums und die Erweiterung seiner Macht. Bis ihm ein Staatsanwalt das Handwerk legt, hat er Unheil über viele Menschen gebracht. Fritz Langs zweiteiliger Stummfilm ("Der große Spieler - ein Bild der Zeit"/"Inferno, ein Spiel von Menschen unserer Zeit") erweist sich über seine melodramatische Kriminalgeschichte hinaus als präzise dramaturgische und formale Konstruktion, die in beinahe dokumentarischer Weise nicht nur die Lebenshaltung veschiedener Gesellschaftsschichten und die Vergnügungssucht und Dekadenz von Großbürgertum und Kleinadel attackiert, sondern auch die Bedingungen aufzeigt, unter denen eine Gesellschaft zwischen Chaos und Tyrannei einem 'Übermenschen' vefallen kann. Filmhistorisch belegt der Film die Übergänge vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit." (filmdienst) "Fritz Lang und seine Drehbuchautorin Thea von Harbou verlegen die Handlung (Autor: Norbert Jaques) vom provinziellen München  in die Großstadt Berlin und zeitgenössische wie auch spätere Rezensienten sind sich einig, daß ihnen ein treffendes Porträt der instabilen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gelingt: Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) ist der Übermensch, ein Superverbrecher, der durch Hypnose Menschen unter seinen Willen zwingt, sie ruiniert, in den Tod treibt, die Börse manipuliert, Falschgeld druckt und jedes nur denkbare Verbrechen begeht. In einer Welt der Raffgier und Vergnügungssucht, in der jeder in kurzer Zeit unermesslichen Reichtum anhäufen oder auch vollkommen ruiniert werden kann, ist der amoralische Mabuse ein Sinnbild der Zeit. Er tritt in vielen Masken auf und wechselt ständig seine Identität, jeder könnte Mabuse sein, das Böse ist überall. ... Am Ende verfällt Mabuse dem Wahnsinn." (aus: CineGraph) "Es ist der Film der aus den Fugen geratenen Zeit ... Die Vitalität, die Impulse, das eigenste Gepräge der Zeit ist in diesem Filmwerk eingefangen, das atemlos Handlung an Handlung reihend, an Stelle des 'Untertan', des Prototyps von einst, den 'Spieler', den Typus von heute setzt." (H. Wollenberg, 1922)

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