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Land in Sicht

D 2013, 90 Min., Farbe, digital, FSK: 0

      Dieser Dokumentarfilm erzählt von Abdul, einem Scheich aus dem Jemen, Farid aus dem Iran und Brian aus Kamerun, die als Flüchtlinge in der Brandenburger Provinz gestrandet sind. Aufgebrochen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, finden sie sich nun wieder in einem abgelegenen Asyl¬bewerberheim im kleinen brandenburgischen Ort Belzig und in einer denkbar schlechten Ausgangslage für die Verwirklichung ihrer Träume. Ohne einen gesicherten Aufenthaltstitel bleibt ihnen die Teilnahme am Leben außerhalb der Heimtore größtenteils verwehrt, sie geben die Hoffnung aber nicht auf und fahnden nach Wegen hinein in die deutsche Gesellschaft, der sie nun schon so nahe gekommen sind. Auf der Suche nach Kontakten, Bildung, Beschäftigung, Freundschaft, Sinn und Liebe und nicht zuletzt dem heiß ersehnten Bleiberecht prallen ihre Vorstellungen von Deutschland täglich mit den Vorurteilen und Mentalitäten der deutschen Bevölkerung aufeinander. Unweigerlich erzählen ihre Erfahrungen und ihre Wahrnehmung uns, wie und wo Integration in Deutschland funktioniert, aber auch, was schief geht. Die charismatische Heimbetreuerin Rose Dittfurth ist die erste Ansprechperson eines jeden Neuankömmlings im Heim und engagierte Wegbegleiterin in die deutsche Gesellschaft. Damit ihre Schützlinge hier in Deutschland Fuß fassen können, geht die umtriebige kleine Frau auch gern mal unkonventionelle Pfade. Der kleine drahtige Abdul (37), der nach sieben Jahren Duldung das stolz-gebieterische Auftreten eines Scheichs nicht verloren hat, lässt sich von allen Hindernissen, die ihm auf seiner Suche nach Entfaltung entgegenstehen, nicht entmutigen. Auch wenn er nicht versteht, warum man in Deutschland für alles eine Ausbildung braucht, und strenge Damen auf dem Arbeitsamt ihm das komplizierte Prozedere bei der Arbeits¬vermittlung unerbittlich vorbeten, lässt er nicht locker. Es muss doch etwas für ihn geben! Risiko ist seine Devise, auch bei der Suche nach einer Frau fürs Leben. Und obwohl er nach sieben Jahren eigentlich keinen Schritt vorwärts gekommen ist, marschiert er unerschrocken weiter und gerät dabei in immer neue überraschende Situationen. Farid (32), musste vor zwei Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Hals über Kopf deren Heimatstadt Teheran verlassen, weil sie ihr Leben gefährdet sahen. Seit diesem Tag hat er seine Frau und seinen damals sechsjährigen Sohn nicht mehr wiedergesehen. Das lange Warten auf die Mühlen der deutschen Behörden in der notdürftigen Sammelunterkunft erscheint dem stolzen und ehemals wohlhabenden Geschäftsmann als völlig verlorene Zeit. Er will nichts anderes als seine geliebte Familie hierher nachholen, doch eine positive Antwort auf seinen Asylantrag bleibt ihm bisher verwehrt. Auch wenn er Roses Bemühungen, ihn durch Aktivitäten und Kontakte aus einer Depression zu retten, dankbar annimmt, droht sein seelisches Gleichgewicht in Anbetracht der Ohnmacht, die er empfindet, und der Zeit, die verrinnt, aus dem Ruder zu geraten. Während seines Kampfs gegen die Verzweiflung entwickeln sich tiefe Beziehungen zu Deutschen, wie dem Belziger Pfarrer, der als getreuer Seelsorger zu einem Freund wird. Brian (28) ist ein Neuankömmling im Heim. Selbstbewusst und offen blickt er in ein Deutschland, das er sich aus dem fernen Kamerun zwar anders vorgestellt hat, in das er sich aber mit ungebrochener Zuversicht und Gottesvertrauen hinein bewegt. Einer seiner ersten Schritte in die deutsche Gesellschaft führt ihn zu einer dubiosen Versicherungsgesellschaft in Berlin Wedding. Schon bald muss er aber erkennen, dass er nicht in diese Welt passt. Die Ablehnung seines Asylantrags, die er kurz danach auch noch erhält, trifft ihn dann doch unerwartet. „Fighting time has begun“ erkennt er für sich selbst. Er legt Berufung ein, mit seinem wachen Blick hat er aber natürlich schon lange mitbekommen, dass für „Fälle“ wie ihn vermutlich der einzig greifbare Ausweg die Heirat oder ein Kind mit einer Deutschen ist. Über einen Zeitraum von einem guten Jahr werden die Wege der Protagonisten verfolgt. „Land in Sicht“ zeichnet sich durch die große Nähe zu den Hauptfiguren aus. Neben der Teilhabe an deren Erlebnissen und Entwicklungen, nimmt der Film auch immer neue Lebensumgebungen ins Visier und ermöglicht so einen erfrischenden Blick auf das fremde, eigene Land. Anstelle eines Tonfalls der Betroffenheit und eines Gestus der Anklage, darf dabei gern gelacht werden – in der festen Überzeugung, dass Humor stets eine Portion Wahrheit und eine zutiefst menschliche Perspektive enthält.

      Programm

      HARRIET - DER WEG IN DIE FREIHEIT

      "Filmreihe Vielfalt und Toleranz" In memoriam George Floyd - Gegen Rassismus!

      HARRIET - DER WEG IN DIE FREIHEIT

      Regie: Kasi Lemmons
      USA 2019, Farbe, 125 Min., dt. Fassung
      Darsteller: Cynthia Erivo, Leslie Odom Jr u.a.

      Fabrik Kino 1
      • Sa 08.08. 17:30 Uhr
      • Sa 08.08. 20:15 Uhr
      • So 09.08. 17:30 Uhr
      • So 09.08. 20:15 Uhr
      • Mo 10.08. 17:30 Uhr
      • Mo 10.08. 20:15 Uhr
      • Di 11.08. 17:30 Uhr
      • Di 11.08. 20:15 Uhr
      • Mi 12.08. 17:30 Uhr
      • Mi 12.08. 20:15 Uhr
      I VITELLONI -  DIE MÜSSIGGÄNGER

      Kleine "Filmreihe Fellini"

      I VITELLONI - DIE MÜSSIGGÄNGER

      Regie: Federico Fellini,
      Italien/Frankreich 1953, s/w, 102 Min., OmU
      Darsteller: Franco Fabrizi, Alberto Sordi

      Fabrik Kino 2
      • Sa 08.08. 20:00 Uhr
      Spannende Filmabenteuer

      KinderKinoKiste

      Spannende Filmabenteuer

      vom 11.08. - 27.08.2020

      Fabrik Kino 1
      • Di 11.08. 15:00 Uhr
      • Do 13.08. 15:00 Uhr
      • Di 18.08. 15:00 Uhr
      • Do 20.08. 15:00 Uhr
      • Di 25.08. 15:00 Uhr
      • Do 27.08. 15:00 Uhr
      DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS

      DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS

      Regie: Claude Lelouch
      Frankreich 2019, Farbe, 90 Min.
      Darsteller: Anouk Aimée, Jean-Louis Trintignant u.a.

      Fabrik Kino 1
      • Do 13.08. 17:30 Uhr
      • Do 13.08. 20:15 Uhr
      • Fr 14.08. 17:30 Uhr
      • Sa 15.08. 17:30 Uhr
      • Sa 15.08. 20:15 Uhr
      • So 16.08. 17:30 Uhr
      • So 16.08. 20:15 Uhr
      • Mo 17.08. 17:30 Uhr
      • Mo 17.08. 20:15 Uhr
      • Di 18.08. 17:30 Uhr
      • Di 18.08. 20:15 Uhr
      • Mi 19.08. 17:30 Uhr
      • Mi 19.08. 20:15 Uhr
      2467 KM - EINE REISE  BIS INS SCHWARZE MEER

      "film & gespräch" - In Kooperation mit "Schnittstelle-Neustrelitz" u.VfKK e.V. - "Filmreihe MENSCH! NATUR!"

      2467 KM - EINE REISE BIS INS SCHWARZE MEER

      Regie: Anton Zabriskie mit Pascal Rösler (Initiator und Protagonist des Films)
      BRD 2017, Farbe, 58 Min.
      Pascal Rösler

      Fabrik Kino 2
      • Do 13.08. 20:00 Uhr
      • Sa 15.08. 20:00 Uhr
      2467 KM - EINE REISE  BIS INS SCHWARZE MEER

      "film & gespräch" - In Kooperation mit "Schnittstelle-Neustrelitz" u.VfKK e.V. - "Filmreihe MENSCH! NATUR!"

      2467 KM - EINE REISE BIS INS SCHWARZE MEER

      Regie: Anton Zabriskie mit Pascal Rösler (Initiator und Protagonist des Films)
      BRD 2017, Farbe, 58 Min.
      Pascal Rösler ist im kino !

      Fabrik Kino 1
      • Fr 14.08. 20:15 Uhr
      (M)OTHER

      In Kooperation mit CSD Neustrelitz / Queer-Strelitz e.V. u.VfKK. e.V "film & gespräch"

      (M)OTHER

      Regie: Antonia Hungerland, Die Regisseurin ist zu Gast!
      BRD 2018, Farbe, 92 Min.

      Fabrik Kino 1
      • Do 20.08. 19:00 Uhr
      NARZISS UND GOLDMUND

      NARZISS UND GOLDMUND

      Regie: Stefan Ruzowitzky
      BRD 2020, Farbe, 110 Min.
      Darsteller: Jannis Niewöhner, Sabin Tambrea u.a.

      Fabrik Kino 1
      • Fr 21.08. 17:30 Uhr
      • Fr 21.08. 20:15 Uhr
      • Sa 22.08. 17:30 Uhr
      • Sa 22.08. 20:15 Uhr
      • So 23.08. 17:30 Uhr
      • So 23.08. 20:15 Uhr
      • Mo 24.08. 17:30 Uhr
      • Mo 24.08. 20:15 Uhr
      • Di 25.08. 17:30 Uhr
      • Di 25.08. 20:15 Uhr
      • Mi 26.08. 17:30 Uhr
      • Mi 26.08. 20:15 Uhr
      BLUE NOTE - A STORY OF MODERN JAZZ

      "Kino zum Zuhören" - "Reihe Künstlerporträts"

      BLUE NOTE - A STORY OF MODERN JAZZ

      Regie: Julian Benedikt
      BRD/USA 1997, Farbe, 93 Min., teilw. OmU

      • Fr 21.08. 20:00 Uhr
      • Sa 22.08. 20:00 Uhr
      BERLIN, ALEXANDERPLATZ

      BERLIN, ALEXANDERPLATZ

      Regie: Burhan Qurbani
      BRD 2020, Farbe, 183 Min.
      Darsteller: Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król u.a.

      • Do 27.08. 19:00 Uhr
      • Fr 28.08. 19:00 Uhr
      • Sa 29.08. 19:00 Uhr
      • So 30.08. 19:00 Uhr
      • Mo 31.08. 19:00 Uhr
      • Di 01.09. 19:00 Uhr
      • Mi 02.09. 19:00 Uhr
      RIPLEY

      In Memoriam Ennio Marricone

      RIPLEY'S GAME

      Regie: Liliana Cavani, Musik: Ennio Marricone
      USA/Italien 2002, Farbe, 106 Min
      Darsteller: John Malkovich, Dougray Scott u.a.

      • Do 27.08. 20:00 Uhr
      • Fr 28.08. 20:00 Uhr
      • Sa 29.08. 20:00 Uhr