Abenteuer Kinderkino

ZIRKUSKIND
Santino ist ein Zirkuskind. Sein Zirkus zieht mit den Tieren und Wohnwagen durchs Land – heute hier, morgen dort. Zuhause ist für ihn kein Ort, sondern seine Familie. Zu dieser gehören nicht nur seine Eltern Angie und Gitano und sein Bruder Giordano, sondern auch unzählige Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins und ganz besonders sein Uropa Ehe! “Opa Ehe” ist einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands und erzählt Santino wilde Geschichten aus seinem langen Zirkusleben. Vom prachtvollen Elefantenbullen Sahib, seinen eigenen ersten Schritten als Clown und dem “Feeling der Freiheit”, für das es sich lohnt, alle Strapazen in Kauf zu nehmen.
An Santinos 11. Geburtstag stellt Ehe die Frage, was Santino denn in der Manege einmal zeigen will. Weil auch er, Santino, müsse etwas zu ihrer Gemeinschaft beitragen. Doch wie findet man das nur heraus?
ZIRKUSKIND erzählt aus dem Leben der letzten Nomaden Deutschlands – vom Aufwachsen mit der Großfamilie und Tieren und einem Leben ohne Netz und doppelten Boden, frei wie ein Vogel. Ein dokumentarisches Roadmovie mit Animationen über die Kraft von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.
Dokumentarfilm, 86 Min., Deutschland 2025, Regie: Julia Lemke, Anna Koch
FR. - SO. 20. - 22.2. und DI. 24.2. um 15.30 Uhr
TITINA - EIN TIERISCHES ABENTEUER AM NORDPOL
Vor einer Metzgerei begegnet der italienische Luftfahrtingenieur Umberto Nobile dem herrenlosen Terrier zum ersten Mal. Und sofort erweicht der hungrige Hund sein Herz. Nobile nimmt ihn mit zu sich nach Hause – und schon kurze Zeit später mit auf eine abenteuerliche Reise. Denn es ist das Jahr 1925, in dem Nobile von dem norwegischen Entdecker Roald Amundsen gebeten wird, ein Luftschiff für ihn zu bauen, um damit den Nordpol zu bereisen.
FR. - SO. 27.2. - 1.3. DI. 3.3. um 15.30 Uhr
Lilly und die Kängurus
Familienfilm über einen arbeitslosen Wettermoderator aus Sydney, der im australischen Outback ein Känguru überfährt und mit Unterstützung eines indigenen Mädchens fortan die Rettung anderer Kängurus zu seiner Aufgabe macht. Der Film hat eine freundliche Atmosphäre und stellt positive Figuren in den Mittelpunkt. Vereinzelt kommt es zu leicht dramatischen und bedrohlichen Situationen (z.B. ein Unfall, Verfolgung durch Tierfänger, Sterben von Tieren), doch bewegen diese sich in einem Rahmen, der Kinder ab 6 Jahren nicht nachhaltig ängstigt. Zuschauende ab diesem Alter sind in der Lage, die Geschehnisse im Kontext der Gesamthandlung zu betrachten und überforderungsfrei zu verarbeiten. Das lebensferne Setting im australischen Outback erleichtert Kindern ab 6 Jahren zudem eine Distanzierung. Negative Wirkungen lassen sich daher ausschließen.
(läuft am 6. bis 8. und am 10.3.)
Die drei Räuber
Als Tiffanys Eltern beerdigt werden, regnet es. Nun ist das Mädchen ganz allein und soll in das Waisenhaus einer alten Tante geschickt werden. Auf der Fahrt dorthin wird die Kutsche mitten in einem Wald von drei Räubern überfallen. Eigentlich wollen sie nur Gold erbeuten. Aber mit einem Trick kann Tiffany sie überreden, sie zu entführen. So erschummelt sie sich eine neue, etwas ungewöhnliche Familie. Denn die Räuber sind eigentlich ganz nett.
Viel zu kurz war das Bilderbuch „Die drei Räuber“, um daraus einen langen Film zu machen. Also musste einiges hinzuerfunden werden. Jetzt taucht die fürchterliche alte Tante, die im Buch nicht zu sehen ist, also tatsächlich auf – als kreischende Leiterin des Waisenhauses. Und die Räuber haben Namen erhalten: Malente, Donnerjakob und Flinn heißen sie nun.
Vieles aber ist auch so geblieben, wie wir es aus dem Buch kennen: Noch immer sind die Räuber eingehüllt in dunkle Mäntel und tragen große schwarze Hüte, unter denen nur die Augen zu sehen sind und manchmal auch eine Nase. Und noch immer machen die dunklen Farben, vor allem Blau und Schwarz, die Geschichte am Anfang sehr unheimlich.
Wie gut, dass wir uns um Tiffany in ihrem leuchtend rosafarbenen Kleid trotzdem keine Sorgen machen müssen. Sie ist ein starkes und mutiges Mädchen mit vielen guten Ideen. Tiffany zeigt den Räubern, wie man einen Goldschatz sinnvoll ausgeben kann und wie wichtig es ist, eine Familie und Freunde zu haben. Denn in diesem Zeichentrickfilm sind die Kinder viel klüger als die Erwachsenen.
(läuft am 13. bis 15. und am 17.3.)
Checker Tobi 3
Leider weiß Tobi die Antwort nicht mehr. Also geht es im Checker-Style auf eine elementare Reise um die Welt, die ihn nach Madagaskar, auf Spitzbergen und Mexiko führt. Auf drei Kontinenten entdeckt er, was diese verschiedenen Böden verbindet und findet schließlich die Antwort, die er so lange gesucht hat. Das soll hier aber nicht verraten werden.
Bei der Beantwortung der „Checker-Frage“ helfen ihm Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, gute Freunde und die Menschen vor Ort, wie Hanitra, eine madagassische Biologin, der Geologe Malte, die Studentin Samara, der Archäologe Nicolaus und ein grummeliger Mitarbeiter eines Wertstoffhofs.
Das sind viele Schauplätze und Figuren, die ihr kennenlernen werdet. Aber keine Sorge, ihr verliert nie den roten Faden der Geschichte. Die einzelnen Abenteuer werden mit coolen Verweisen auf alte Computerspiele wie Indiana Jones oder Minecraft eingeleitet und verbunden. Das alte Videoband, auf dem die 30 Jahre alte Aufnahme von Tobi zu sehen ist, dient als Leitmotiv. Es wird immer wieder gezeigt, wenn ein neues Land besucht wird. So gewöhnt ihr euch langsam an die Schauplätze und es erinnert nicht nur Tobi, sondern auch alle Erwachsenen daran, wie leicht wir die Träume unserer Kindheit vergessen.
Der dritte Teil der „Checker Tobi“-Filme setzt auf bekannte Zutaten der beliebten Kika-Wissenssendung und der Vorgängerkinofilme. Eine neue Herausforderung, eine aufregende Reise rund um die Welt und das Kennenlernen vieler spannender Menschen. Die Mischung aus Abenteuer- und Dokumentarfilm macht riesigen Spaß, regt zum Nachdenken über den Schutz der Natur an und bringt euch auf spannende Weise ganz viel Neues bei.
(läuft 20. bis 22. und am 24.3.)
Die Wiese - Ein Paradies Nebenan
Einmal abtauchen in die Wiese bitte und Unglaubliches entdecken - das kannst du in diesem Film ganz prima. Die Filmaufnahmen in Zeitlupe zeigen dir außerdem genau, wie „Kuckucksspucke“ entsteht oder Samenkörner durch die Gegend geschossen werden. Aber der eigentliche Filmstar ist ein Rehkitz, dass immer wieder beobachtet wird. Von seiner Geburt an. Der Film wird sogar richtig spannend, als der Bauer die Wiese abmähen will. Dort liegt doch das süße Rehkitz im hohen Gras versteckt! Im letzten Moment wird es zum Glück gerettet. Wenn du dir diesen Film anschaust, kommst du Pflanzen und Tieren so nah wie sonst nie. Das ist schön anzusehen und macht Spaß. Die Filmaufnahmen sind wirklich beeindruckend und sehenswert. Diese tollen Bilder aus dem Wiesen-Alltag hätten an manchen Stellen gar nicht so eine auffällige Musik gebraucht.
Dieser Film entführt dich auf eine „Abenteuerwiese“ und zeigt dir, warum wir unsere wilden Wiesen schützen sollten. Ein Kinobesuch, der sich für die ganze Familie lohnt. Oder haben deine Eltern schon gesehen, was eine Feldlerche macht, um ihre Küken vor dem Fuchs zu schützen oder wie ein Pilzsamen an ein Blatt ganz oben kommt? Lasst euch entführen in das Paradies nebenan.
(läuft 27. bis 29. und am 31. 3.)