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P R E S S E M I T T E I L U N G

zum Abschluss des

8. NEUSTRELITZER NATURFILMFESTIVAL MENSCH! NATUR!

 

Das vom Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V. und dem Nationalparkamt Müritz veranstaltete achte "Neustrelitzer Naturfilmfestival MENSCH! NATUR!" endete am Sonntag mit der Bekanntgabe der Publikumspreise. Bei den Langfilmen gab es eine sehr knappe Entscheidung, die zugunsten des jungen Publikums ausging. Der Preis für den besten Langfilm, der mit 1.000 Euro von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz gesponsert wird, geht an die schweizerisch-kanadische Filmemacherin Léa Pool für ihren Film „Das Geheimnis des blauen Schmetterlings“. Die Zuschauer waren mehrheitlich der Meinung, dass es der Regisseurin gelungen ist, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur hervorragend in einem spannenden, emotionalen Spielfilm mit beeindruckenden Naturaufnahmen darzustellen.

In Los Angeles hat er gerade den goldenen Studentenoscar gewonnen, in Neustrelitz entschied sich das Publikum für seinen Film. Der Preis für den besten Kurzfilm, gesponsert vom Nationalparkamt Müritz und mit einem Preisgeld von 300 Euro verbunden, geht an Johannes Preuß für seinen Film „Galamsey- für eine Handvoll Gold“, der der Frage nachgeht, was es für die Bewohner der Ortschaft Twifu Praso in Ghana bedeutet, dass eine riesige Goldader durch das Land führt. Der Eröffnungsfilm des Festivals „Fahr ma obi am Wasser“ gab einen Einblick in die Geschichte der Flößerei in Bayern. Nach „draußen“ in die Natur entführt die Ausstellung der Künstlerin Karin Camara aus Lapitz, die noch in den nächsten Wochen in der fabrik.galerie zu sehen ist. Zahlreiche Besucher nutzten das schöne Wetter am Sonntag für eine geführte Wanderung in die Serrahner Buchenwälder, die als Weltnaturerbe auch im Mittelpunkt eines Vortrages am Vorabend stand. Ein regionales Buffet und zwei Filme des Darßer Naturfilmfestivals rundeten das Festivalprogramm ab.

„Wir freuen uns, dass unser Festival inzwischen auch außerhalb der Region Beachtung findet“, sagte Horst Conradt, der Chef in der Alten Kachelofenfabrik. So konnten unter anderem Gäste aus Berlin und eine Familie aus Hamburg begrüßt werden, die extra für das Naturfilmfestival nach Neustrelitz gekommen sind und die Verbindung von Kultur und Natur zu schätzen wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Conradt (Leiter des Festivals)

Fotos. Der Schirmherr des Festivals Prof. Dr. Hans D. Knapp (l) eröffnet mit Horst Conradt das 8. Festival:


Foto: Veranstalter

 

 

Die Begründungen für die Publikumspreisträger beim 8. Neustrelitzer Naturfilmfestival MENSCH! NATUR!

Der Langfilm
DAS GEHEIMNIS DES BLAUEN SCHMETTERLINGS
Kanada/Großbritannien 2003, Farbe, 94 Min.
Regie: Léa Pool
Der Publikumspreis beim 8. Neustrelitzer Naturfilmfestival Mensch! Natur! geht an die Regisseurin Léa Pool für ihren Film „Das Geheimnis des blauen Schmetterlings“. Der Film erzählt die Geschichte des zehnjährigen Pete, der an einem Gehirntumor leidet. Seine große Leidenschaft gehört den Schmetterlingen, sein größter Wunsch ist es den „Blauen Morphofalter zu fangen, der in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerika beheimatet ist. Seine Mutter möchte ihm diesen Traum erfüllen. Mit dem Insektenforscher Alan Osborne beginnt eine abenteuerliche Reise in die gefährliche und faszinierende Wildnis...

Die kleinen und großen Zuschauer waren fast einstimmig der Meinung, dass dieser Film das Verhältnis von Mensch und Natur „hervorragend“ behandelt. „Es ist ein faszinierender Film, der mit wunderschönen Naturaufnahmen von der einzigartigen Tier- und Insektenwelt in den Regenwälder Lateinamerikas beeindruckt. Die berührende Geschichte ist sehr spannend erzählt. Ein guter Familienfilm, der zum Nachdenken und zu Gesprächen mit den Kindern anregt“, schätzten die Besucher ein.

Der Kurzfilm
GALAMSEY - FÜR EINE HANDVOLL GOLD
BRD 2016, Farbe, 28 Min.
Regie: Johannes Preuss
Das Adlerei für den besten Kurzfilm beim 8. Neustrelitzer Naturfilmfestival Mensch! Natur! geht in diesem Jahr an den Regisseur Johannes Preuß ihn für seinen Film „Galamsey- für eine Handvoll Gold“. Die Reportage beleuchtet das illegale Goldgeschäft in Westafrika und geht der Frage nach, was es für die Bewohner einer der kleinen ghanaischen Stadt Twifu Praso bedeutet, dass eine riesige Goldader durch ihr Land führt. Wer sind die Profiteure und wer die Opfer bei dieser zerstörerischen Jagd auf funkelnde Steine? Durch seine vorausgegangene Arbeit als Entwicklungshelfer hatte Preuß einen besonderen Zugang zu dem Thema und den Protagonisten.
Mit seinem Film, für den er gerade den Studenten-Oscar bekommen hat, überzeugte er auch das Neustrelitzer Publikum. Der Film hat das Verhältnis von Mensch und Natur hervorragend und überzeugend thematisiert, so die Wertung. Der Film ist eine sehr kritische Auseinandersetzung mit dem Thema und bietet viele Denkanstöße, hieß es in den Begründungen der Zuschauer.