?fabrik.intro (Juni)
Liebe Freunde unseres Kulturzentrums,
„Gundermann“, der Film von Andreas Dresen, hat dieses Jahr bei der Vergabe der „Lolas“ - das sind die, von der Deutschen Filmakademie vergebenen, Deutschen Filmpreise - gleich 6 x gewonnen: Bester Spielfilm in Gold, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste männliche Hauptrolle, Bestes Szenenbild und Bestes Kostümbild. Wir gratulieren und zeigen Ihnen den Film nochmal vom 13. bis 19.6. jeweils um 18 Uhr.
Mit Hilfe der "edition salzgeber“ haben wir zwei Filme von Greta Schiller ausgegraben: „Paris was a woman“ von 1996 und „Before Stonewall“ von 1984. Letzterer zeichnet die Geschichte der Emanzipation von Schwulen und Lesben in den USA nach. „Stonewall“ war eine Homosexuellen-Bar in New York, die Ende Juni 1969 gegen die Polizei verteidigt wurde. Diese Aktion - vor genau 50 Jahren - gilt als Ursprungsmythos des schwul-lesbischen Kampfes gegen Diskriminierung. Seitdem finden weltweit CSDs statt. Der 2. Christopher Street Day in unserer Region ist allerdings erst für den 24. August in Neubrandenburg geplant (jährlich abwechselnd mit Neustrelitz).
Auch unsere Filmreihen setzen wir fort: Freuen Sie sich besonders auf die „Reihe Künstlerporträts“ mit dem neuen Film „Christos - Walking on Water“ und dem Film „The Doors - When you’re strange“ von 2010. Aber auch „Stan & Ollie“ - eine mitreißende Geschichte über Freundschaft.
Besonders ans Herz legen wir Ihnen „Life on the Border - Kinder aus Syrien und dem Irak erzählen ihre Geschichten“. Was diese Kinder erlebt haben und wie sie es für uns filmen, müßte jedem Krieg die Grundlage entziehen! Leider wird er das nicht tun, aber er kann uns tief berühren. Lassen Sie sich berühren!
In diesem Sinne wünschen wir einen guten Start in den Juni in der Hoffnung, daß die rechten Populisten in Europa nicht die Überhand gewinnen!
Ihr fabrik.team

kino 1

DAS HAUS AM MEER
Frankreich 2017, Farbe, 107 Min.
Regie: Robert Guédiguilan
Darsteller: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darrsoussin u.a.
"Mit 'Das Haus am Meer' legt der Drehbuchautor und Regisseur Robert Guédiguian ein mit Bedacht inszeniertes Familiendrama vor, das viel zwischenmenschliche Spannung aufbaut und mit einer sehr späten Wende erstaunt. ... Der Film als Bühne für eine vielschichtige Comédie humaine über den Schmerz, aber auch die Chancen von Veränderungen und die entscheidende Frage danach, wie wir leben wollen ..." (filmdienst)
(läuft 30. 5. bis 4. 6. jeweils um 18 Uhr)

VORHANG AUF FÜR CYRANO
Frankreich 2019, Farbe, 113 Min.
Regie: Alexis Michalik
Darsteller: Thomas Solivérès, Olivier Gourmet u.a.
"Die ausgelassene Komödie nutzt die Entstehungsgeschichte des Bühnenklassikers als Liebeserklärung ans Theater und die Macht der Illusionen. Mit lebhaften Pointen, lustigen Anspielungen und vorzüglichen Darstellern entfaltet der in einem Bilderbuch-Paris des Fin de Siècle angesiedelte Film eine geradezu übermütige Charade zwischen Bühne und Realität. " (filmdienst) (läuft vom 30. 5. bis 5. 6. jeweils um 20.15 Uhr und am 1. und 2. 6. zusätzlich um 14 Uhr)

"film & gespräch"
NICHT HIER UM ZU KRITISIEREN - THEATER BIS DER VORHANG FÄLLT
BRD 2019, Farbe, 78 Min.
Regie: Lucas Thiem
Ein Dokumentarfilm über das drohende Ende des Landestheater Neustrelitz. Das Ende wurde bekanntlich abgewendet. Wie es im Theater aussah, kurz vor dem befürchteten Ende, zeigt dieser Film.
(läuft nur noch am 5. 6. um 18 Uhr mit anschl. Gespräch - Der Regisseur ist anwesend!)

"Reihe Künstlerporträts"
CHRISTO - WALKING ON WATER
USA/Italien/BRD 2018, Farbe, 105 Min., OmU, Regie: Andrey Paounov
Vor dem malerischen Bergpanorama der italienischen Alpen realisierte der Installationskünstler Christo 2016 auf dem Lago d'Iseo seine "Floating Piers". Mit leuchtend gelben Stoffbahnen bespannte Stege aus schwankenden Pontons verbanden die Inseln Monte Isola und San Paolo mit dem Ufer. Das Werk existierte nur für 16 Tage, ermöglichte es aber über 1,2 Millionen Besuchern auf dem Wasser zu laufen. Der Film folgt dem turbulenten Entstehungsprozess des ungewöhnlichen Kunstwerks und gibt Einblicke in die Verflechtungen mit der Natur, der Politik und dem Kunstmarkt.
(läuft 6. bis 12. 6. jeweils um 18 Uhr)

ATLAS
BRD 2018, Farbe, 100 Min.
Regie: David Nawrath, Darsteller: Rainer Bock, Albrecht Schuch u.a.
Zusammen mit einem Speditionstrupp soll der Möbelpacker Walter, ein in die Jahre gekommener ehemaliger Gewichtheber, eine Wohnung räumen. Als sich die Tür des Altbaus öffnet, glaubt er in dem jungen Familienvater seinen Sohn zu erkennen, den er vor Jahren im Stich gelassen hat. Es beginnt eine vorsichtige Annäherung und ein folgenreicher Versuch, die junge Familie aus der Gefahr zu retten. Eine besondere Vater-Sohn-Geschichte, die sich unter dem Druck einer kriminellen Entmietung verdichtet. "Spannend wie ein Thriller ... beeindruckend kraftvolles Arthous-Kino." (programmkino.de)
(läuft vom 6. bis 12. 6. jew. um 20.15 Uhr)

Wiederaufführung - Großer LOLA-Sieger:
6 Bundesfilmpreise!
GUNDERMANN
BRD 2018, Farbe, 127 Min., Regie: Andreas Dresen, Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl u.a.
Der Film erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der Mann ist ein Poet, ein Clown und ein Idealist. Er träumt und hofft, liebt und kämpft. Er ist aber auch Zerrissener, ein Weltverbesserer, der es nicht besser wissen will - und ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Biopic über den ostdeutschen Liedermacher Gerhard Gundermann (1955 - 1998). "'Gundermann' ist auch ein Musikfilm, denn natürlich wollen wir dem Zuschauer Gundermanns großartige Lieder nahebringen." (Andreas Dresen) (läuft vom 13. bis 19. 6. jeweils um 18 Uhr)

"Filmwunsch"
BORDER
Schweden/Dänemark 2018, Farbe, 110 Min., dt. Fassung, Regie: Ali Abbasi
Darsteller: Eva Melander, Eero Milonoff Tina hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann Angst, Scham und Wut anderer Menschen wittern. Ihr Talent macht sich der schwedische Grenzschutz erfolgreich zunutze, um Kriminelle aufzuspüren. Bis sie einen wesensverwandten Mann trifft. Die Fabel zweier seltsamer Außenseiter, die einander an einer Grenze begegnen und gemeinsam Grenzen überschreiten. Abbasi begeistert mit einer phantastischen Geschichte, die so behutsam wie berührend Grenzen sprengt. Zwischen Identität und Selbstbestimmung gelingt ihm eine hinreißende Fabel, deren raue Magie die Zuschauer gefangen nimmt.
(läuft vom 13. bis 19. 6. jeweils um 20.15 Uhr)

"Zum Christopher Street Day" -
"Reihe Vielfalt und Toleranz"
BEFORE STONEWALL
USA 1984, Farbe, 87 Min., OmU
Regie: Greta Schiller
Dokumentarfilm, der anhand zahlreicher Materialien die Geschichte der Emanzipation von Schwulen und Lesben in den USA nachzeichnet, von den 20er Jahren bis zu den ersten Bürgerrechtsbewegungen. "Stonewall" war eine Homosexuellen-Bar, die 1969 für drei Tage besetzt und gegen die Polizei verteidigt wurde; dieser Vorfall gilt als Ursprungsmythos des schwul-lesbischen Aktivismus im Kampf um eigene Rechte und gesellschaftliche Anerkennung – und wird heute auf der ganzen Welt am Christopher-Street-Day gefeiert.
(läuft vom 20. bis 23. 6. jeweils um 18 Uhr)

"Reihe Künstlerporträts"
STAN & OLLIE
USA 2019, Farbe, 99 Min., dt. Fassung
Regie: Jon S. Baird, Darsteller: Steve Coogan, John C. Reilly u.a.
"Als Stan Laurel und Oliver Hardy sich im Jahr 1953 aufmachten, um in Großbritannien eine Bühnen-Tournee mit ihren besten Gags zu absolvieren, lag die Filmkarriere der beiden schon lange hinter ihnen – und auch die Freundschaft hatte gelitten. Aber die alte Magie war noch da. Nirgendwo fühlen sich die beiden wohler als auf der Bühne. Der Film befasst sich vor allem mit der britischen Tour der Jungs und ist eine emotional mitreißende Geschichte über Freundschaft." (programmkino.de) “Rührend, witzig und unwiderstehlich charmant!” (läuft vom 20. bis 23. jeweils um 20.15 Uhr und vom 24. bis 26. 6. jeweils um 18 Uhr)

DAS SCHÖNSTE PAAR
BRD/Frankreich 2018, Farbe, 93 Min.
Regie: Sven Taddicken, Darsteller: Maximilian Brückner, Luise Heyer u.a.
Zwei Jahre nach einem brutalen Überfall in einer Ferienwohnung auf Mallorca gerät die Beziehung eines jungen Lehrerpaares in eine neue Krise, als der Mann einem der damaligen Täter auf die Spur kommt. Liv möchte vergessen, vergeben und weiterleben. Malte sehnt sich nach Rache. Es kommt zur Konfrontation zwischen ihm und dem jungen Täter - und damit auch zu einer Zerreißprobe für Malte und Liv ...
"Luise Heyer und Maximilian Brückner sind pure Magie." (Blickpunkt:Film)
(läuft vom 24. bis 26. um 20.15 Uhr und vom 27. bis 30. 6. um 18 Uhr)

DAS ENDE DER WAHRHEIT
BRD 2019, Farbe, 105 Min.
Regie: Philipp Leinemann
Darsteller: Ronald Zehrfeld, Alexander Fehling, Axel Prahl, Claudia Michelsen "Spannender Politthriller, in dem die Arbeitsprinzipien des deutschen Geheimdienstwesens anhand einer komplexen Fallgeschichte aus der Innensicht veranschaulicht werden. Mit guter Besetzung und routinierter Spannungsdramaturgie ist der Film, ein Beispiel für gelungenes Genre-Kino Made in Germany." (epdFilm) (läuft vom 27. 6. bis 3. 7. jeweils um 20.15 Uhr)

kino 2

In memoriam Heinz Brinkmann
USEDOM -
DER FREIE BLICK AUFS MEER

BRD 2017, Farbe, 100 Min.
Regie: Heinz Brinkmann
"Eine unaufgeregte Bestandsaufnahme der aktuellen Lage auf der Insel Usedom, die mit ihren Stränden und alten Seebädern noch immer als Touristenattraktion gilt. ..." (filmdienst) (läuft am 31. 5. und 1. 6. jeweils um 20 Uhr)

"Reihe Künstlerporträts"
THE DOORS -
WHEN YOU'RE STRANGE

USA 2010, teilw. s/w, 90 Min., OmU
Regie: Tom DiCillo
"Dokumentarfilm über die Rockband 'The Doors' von ihrem Aufstieg 1965 bis zum frühen Tod ihres Leadsängers Jim Morrison im Jahr 1971. Die Entwicklung und Bedeutung der Band werden anhand von Archivmaterial, einem Experimentalfilm von Jim Morrison sowie Off-Informationen zu zeitgeschichtlichen Hintergründen nachgezeichnet. ... eine einfühlsame Annäherung an die menschliche wie musikalische Dynamik der Band." (filmdienst)
(läuft vom 6. bis 8. 6. jeweils um 20 Uhr)

"Reihe Vielfalt und Toleranz"
LIFE ON THE BORDER - KINDER AUS SYRIEN UND DEM IRAK ERZÄHLEN IHRE GESCHICHTEN
Irak/Syrien 2015, Farbe, 69 Min., dt. Fassung, Regie: Mahmod Ahmad
"Sieben 12- bis 14jährige Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingslagern unweit von Kobane erzählen in von ihnen selbst gedrehten Kurzfilmen über ihr Leben. Ihre Geschichten kreisen vor allem um die Themen Verlust, Gewalterfahrung und Missbrauch. Der vom kurdischen Regisseur Bahman Ghobadi produzierte Film gibt den Kindern und Jugendlichen eine Stimme. Semidokumentarische Alltagsbeobachtungen mischen sich mit poetischen Momenten." (filmdienst)
(läuft am 13. und am 21. 6. jeweils um 20 Uhr)

PARIS WAS A WOMAN
GB/USA/BRD 1996, s/w, 75 Min.
Regie: Greta Schiller
"Historischer Dokumentarfilm über einige berühmte Frauen, deren Lebenswege sich zwischen literarischer Avantgarde und sapphischem Zirkel im Paris der 20er und 30er Jahre kreuzen. ... Das Paris der Vorkriegszeit als frauenbewegtes, kreatives wie emanzipiertes Paradies aus Kunst und Liebe ..." (filmdienst) - Greta Schiller hat auch den Film "Before Stonwall" gemacht, den wir zum CSD ab 20. 6. zeigen. -
(läuft am 14. und 15. 6. jew. um 20 Uhr)

"Filmreihe Rolf Hoppe"
HÄLFTE DES LEBENS -
HÖLDERLIN

DDR 1984, Farbe, 98 Min.
Regie: Herrmann Zschoche
Darsteller: Ulrich Mühe, Jenny Gröllmann, Michael Gwisdek, Rolf Hoppe u.a.
"Die tragische Geschichte der leidenschaftlichen Liebe zwischen dem Dichter und Hauslehrer Friedrich Hölderlin und der jungen Bankiersfrau Susette Gontard (1796 - 1806), die mit ihrem Tod und seiner Einweisung in die Irrenanstalt endet, vor dem Hintergrund der auf Süddeutschland übergreifenden Französischen Revolution. Ein ... Dichterporträt, das seine Qualitäten aus der präzisen Beschreibung der Arroganz der Mächtigen gegenüber der Kunst und neuen Ideen bezieht." (filmdienst)
(läuft am 20. und 22. 6. jew. um 20 Uhr)

UM GOTTES WILLEN
Italien 2015, Farbe, 87 Min., OmU
Regie: Eduardo Falcone, Darsteller: Marco Giallini, Alessandro Gassman u.a.
"Ein italienischer Herzchirurg will einen charismatischen Pfarrer als Heuchler überführen, den er für den Sinneswandel seines Sohnes verantwortlich macht, der plötzlich Priester werden will. Im Zuge seiner Recherchen gelangt der Arzt jedoch zu neuen Erkenntnissen über sich und seine Familie. Die temporeiche Komödie über Glaube und Säkularisierung glänzt durch Leichtigkeit, witzige Dialoge und ein nahezu perfektes Gespür für Rhythmus und Timing." (filmdienst)
(läuft am 28. und 29. 6. jeweils um 20 Uhr)