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"film & gespräch"
GESCHICHTEN VOM
KÜBELKIND

BRD 1970, Farbe
Regie: Edgar Reitz, Ula Stöckl
"Die Menschen sagen dem Kübelkind, ein ‘weggeworfenes’ Kind, das in einer Mülltonne lebt, daß es sich in die Welt einbringen muß, daß es Rechte habe, auch das Recht auf Glück. Je mehr das Kübelkind von diesen Dingen erfährt, um so neugieriger wird es auf die Welt, doch die zahlt ihm seine Einbringung bitter heim. Am Ende der vielen Lernprozesse stehen Mord, Totschlag und Rache. Ula Stöckls und Edgar Reitz' meist garstige Kurz-Episoden vom Kübelkind verdichten zu einem negativ verlaufenden Sozialisationsprozeß, in dem der einzelne gegen die Masse und ihre Normen nichts auszurichten vermag. Ein Film, dem man die Fabulierlust, aber auch die damalige Wut seiner Macher ansieht." (filmdienst)
(läuft nur am 12. 7. um 20 Uhr - die Filmemacherin Ula Stöckl ist zum Gespräch im Kino!)

 

P R E S S E M I T T E I L U N G
Die Regisseurin Ula Stöckl ist mit ihren "Geschichten vom Kübelkind" am 12. 7. um 20 Uhr zu Gast in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz In der Reihe "film & gespräch" wird am 12. 7. um 20 Uhr die Regisseurin Ula Stöckl zu Gast sein im Kino in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz.

Ula Stöckl brachte schon Ende der 60er Jahre die feministische Perspektive in das (west-)deutsche Kino (z.B. mit dem inzwischen legendären Film "Neun Leben hat die Katze"). Die Regisseurin ist eine der bemerkenswertesten Filmemacherinnen und Cineastinnen der Bundesrepublik. Sie verwirklichte über 20 Filme, zu denen sie die Drehbücher fast immer selbst schrieb. Mit ihren Filmen war sie weltweit auf über 70 Festivals vertreten, war zu Gast an vielen Universitäten sowie auf Vorführungen des Goethe-Instituts in vielen Ländern Europas, in Australien, den USA und Kanada. Ihre früh entwickelte eigene Bildersprache fand Ausdruck in einer unverwechselbar vielschichtigen Darstellung, welche die Grenzen konventioneller filmischer Erzählformen sprengt. Zur Zeit unterrichtet sie die Studienfächer "Regie und Frauen im Film" an der University of Central Florida, in Orlando. Am 12. 7. stellt sie in der Alten Kachelofenfabrik einige ihrer, 1969/70 entstandenen, "Geschichten vom Kübelkind" vor: Geschichten aus dem Leben eines Mädchens, das sich nicht in die bürgerliche Gesellschaft einfügen will. Das Kübelkind ist eine anarchische Kunstfigur, die unfreiwillig gegen die verengten gesellschaftlichen Verhältnisse kämpft. "Mit Ula Stöckl haben wir einen sehr prominenten Gast in unserem Kino, und wir werden einen mehr als interessanten Rückblick auf ein wichtiges Kapitel bundesdeutschen Filmschaffens erleben. Und der Abend mit den 'Geschichten vom Kübelkind' wird sicher sehr unterhaltsam und sehr vergnüglich", so Horst Conradt, Chef der Kinos in der Alten Kachelofenfabrik. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Horst Conradt Ula Stöckl, Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten: Basis-Film Verleih, Berlin



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